Barrierefreie Version

THERAPIEKONZEPT

Entsprechend den vielfältigen psychosomatischen und psychomotorischen sowie affektiven bzw. psychischen Störungen im engeren Sinne und Störungen des Sozialverhaltens versteht sich unsere Klinik als eine Behandlungseinrichtung mit verhaltenstherapeutischer Ausrichtung bei integrativer Einbindung von Elementen anderer psychotherapeutischer Verfahren (Tiefen- psychologie, Katathymes Bilderleben, Familientherapie).

 Physiotherapie















Neben diesen Psychotherapieverfahren sind an unserer Klinik eine Ergotherapie- und Sport-/ Motoabteilung sowie Physiotherapie etabliert. Durch den leitenden Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie -psychotherapie besteht die Möglichkeit der differenzierten Einleitung oder Therapieoptimierung mittels Psychopharmaka sowie durch den Facharzt für Pädiatrie die fachgerechte Behandlung somatischer Begleitstörungen. Die Aufgabe des Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie -psychotherapie besteht weiterhin darin, die Konzeption der individuell durchzuführenden Rehabilitationsmaßnahme im Rahmen der sogenannten Aufnahmekonferenzen zu gestalten und im weiteren durch Supervisionen zu kontrollieren.


Die Rehaklinik Glossen trägt somit der Vielfalt der möglichen Beeinträchtigungen durch ein breites Therapieangebot Rechnung, welches von vielen Berufsgruppen getragen wird. Wesentlich dabei sind das eng miteinander verflochtene therapeutische Vorgehen und der ständige Austausch der Therapeuten untereinander sowie mit dem Pflege- und Erziehungs- dienst im Stationsteam. Auf diese Weise wird der Patient in seiner Gesamtheit mit seinen Bedürfnissen und Fähigkeiten gesehen.
















Die Anfangsphase der Rehamaßnahme ist durch eine Untersuchungs- und Beobachtungs- periode gekennzeichnet, in der alle am therapeutischen Prozess Beteiligten aus ihrer Sicht die Beeinträchtigungen, jedoch auch Ressourcen der jungen Patienten zu erfassen suchen. Die Ergebnisse dieser Phase werden mit den Ergebnissen der ausführlichen Anamneseerhebung zur Aufnahme durch Ärzte und Psychologen im Rahmen einer multi­professionellen Teambe- sprechung unter der Leitung des Facharztes für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psycho- therapie zusammengeführt, der Therapieplan unter Nutzung der vielfältigen Behandlungs- möglichkeiten und Ansatzpunkte differenziert und optimiert. Damit schließt sich die Arbeits- phase an. Durch regelmäßige Teamsitzungen, Einzelfallbesprechungen und im Rahmen der chefärztlichen Gruppenvisiten werden die Entwicklung der Patienten sowie aktuell auftretende Probleme besprochen. Gegebenenfalls die Behandlungsschwerpunkte und/oder Therapieziele modifiziert.


Der Kontakt zu den Eltern oder anderen betreuenden Personen wird durch regelmäßige, an den Besuchstagen durchgeführte Elternseminare zu unterschiedlichen Themenbereichen (Möglich- keit von Einzelgesprächen mit Therapeuten) gehalten. Familientherapeutische Interventions- möglichkeiten sind weiterhin im Einzelfall während der Rehamaßnahme gegeben.


Im Rahmen der Klinikbeschulung bemühen sich die Lehrer in Kleingruppenunterricht oder Einzelförderung die Leistungsdefizite auszugleichen und gezielt eine Wiedereingliederung in die Heimatschule vorzubereiten. Für die aktive Freizeitgestaltung werden von den Sozialpäd- agoginnen/ Erlebnispädagogen und Erziehern, Angebote erarbeitet die darauf ausgerichtet sind Ressourcen, sinnvolle Aktivitäten und Kreativität der Patienten anzuregen sowie die Gruppen- integration zu fördern und das Selbstbewußtsein zu stärken.


In der Abschlußphase der Behandlung ist das vordringlichste Ziel unserer therapeutischen Arbeit die Stabilisierung und Verfestigung der erlernten Bewältigungsstrategien und Überleitung in eine altersgerechte eigenverantwortliche Durchführung von Verfahren (bspw. Entspannungs- verfahren - Übergang vom direktiven in begleitenden therapeutischen Umgang) bzw. Aus- formung der Motivation der Patienten zur Fortsetzung einer eventuell indizierten ambulanten Therapie. Ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit ist die abschließende Vermittlung der Reha-Ergebnisse und weiterfördernden Empfehlungen an die Erziehungsberechtigten und gegebenenfalls Weitergabe an ambulant behandelnde Kollegen.

 

Nach oben